Gampenpass – Laugensee – Kleinen Laugen – Wanderung

Vom Gampenpass wandert man auf dem Bonacossa-Steig hinauf zum Laugensee und weiter zum Kleinen Laugen (2297 m). Der Rückweg führt über die Gfrillner Laugenalm.

  • Start der Wanderung: Gampenpass (1518 m)
  • Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil
  • Anfahrt mit dem Auto:Von Lana aus der gut sichtbaren Ausschilderung zum Gampenpass folgen, Parkplätze befinden sich am Gampenpass entlang der Fahrstraße.
  • Anfahrt mit öffentliche Verkehrsmitteln: Bus: Linie 246, Haltestelle: Gampenpass hier klicken für die Fahrplansuche
  • Höhenmeter: 780 Meter
  • Distanz: 7,6 km
  • Schwierigkeit: mittel
  • Anforderungen: Wanderung auf z.T. steilen, gerölligen Steigen, die Kondition und – an einigen Stellen – Trittisicherheit voraussetzt
  • Beste Jahreszeit: Frühsommer bis Herbst
  • Gehzeiten: 4 bis 4 1/2 Stunden 

Der Startpunkt der Wanderung zum Laugensee ist gut zu finden: Los geht es auf Höhe des Gasthofs Gampenpass (andere Straßenseite) bzw. gleich neben der Bushaltestelle. Von hier folgt man zunächst einer Forststraße (Nr. 133, „Laugen“), die mäßig bergan führt. Gleich nach der ersten Kehre verlässt man die Forststraße wieder und biegt rechts ab.

Jetzt ist man auf dem sogenannten Bonacossa-Steig unterwegs, der über Wurzeln und Stufen mal mäßig und mal richtig steil den Waldhang hinaufführt. An einer Weggabelung geht man geradeaus weiter (Nr. 133), auf dem Rückweg kommt man dann über den hier abzweigenden Weg Nr. 10B zurück.

Nach einer knappen ¾ Stunde verlässt man den Wald und kommt einer kleinen, nicht bewirtschafteten Almhütte vorbei. Von dem Rastplatz neben der Hütte hat man einen traumhaften Blick ins
Etschtal und auf die Dolomiten. Weiter geht es auf schmalem, felsigem Pfad die Wiesenhänge hinauf. Egal, wohin man auch schaut – die Landschaft ist einfach großartig. Bald kann man vor sich schon den Großen Laugen sehen, der hinter dem Laugensee in die Höhe ragt.

Man wandert weiter durch eine herrliche Felsen- und Wiesenlandschaft und steht nach einem letzten, anstrengenden Anstieg plötzlich vor dem Laugensee. Dieser liegt in einer kleinen Senke und ist deshalb vom Weg aus nicht sichtbar.

Laugensee
Der Laugensee liegt in einer Senke zwischen dem Großen und Kleinen Laugen. Der klare, runde Bergsee ist von steinigen Hängen und Gras umgeben und bietet in Richtung Süden eine freie Sicht auf die Nonsberggruppe und die dahinter aufragenden Berge. Laut einer Sage war der See einst von Wetterhexen bewohnt. Als ein neugieriger Hirtenknabe mit seiner Herde zum See kam und einen geweihten Rosenkranz ins Wasser warf, braute sich sogleich ein furchtbares Unwetter zusammen. Blitze schlugen in die Herde ein, er selbst wurde ebenfalls von einem Blitz getroffen. Der Bub überlebte das Unglück, mied aber von da an die Gegend um den See.

Bereits der Laugensee ist ein herrliches Wanderziel oberhalb vom Gampenpass. Wer noch eine Viertelstunde weiterwandert, kann sich aus dieser Wanderung eine Gipfeltour machen und zum Kleinen Laufen aufsteigen. Dafür hält man sich am See rechts und folgt dann dem rechts abzweigenden Pfad. Der herrliche Blick auf Laugensee und den Großen Laugen und der atemberauende 360-Grad-Panoramablick auf die umliegende Bergwelt, beispielsweise die Ortler-Gruppe im Westen und die Texelgruppe im Norden, ist die kleine zusätzliche Strapaze auf jeden Fall wert (ca. 25 Min. für Hin- und Rückweg, gut 100 Hm).

Laugenspitze
Die Laugenspitze ist der höchste Berge in der Nonsberggruppe. Der Berg besitzt einen Doppelgipfel, den Großen Laugen (2434 m) und den Kleinen Laugen (2297 m), auch Große und Kleinen Laugenspitze genannt. Beide Gipfel sind die Überreste eines etwa 250 Millionen Jahre alten Vulkans. Der Große und der Kleinen Laugen können beide erwanderte werden, einfacher ist der Weg hinauf auf den Kleinen Laugen. Die erste bekannte Besteigung der Laugenspitze erfolgte bereits 1552 durch Jakob von Boymont zu Payrsberg, Regina von Brandis und ihre Tochter Katharina Botsch. Diese Gipfelbesteigung gilt heute als die erste dokumentierte in der Geschichte des Alpinismus und als erste bekannte Bergbesteigung durch Frauen.

Für den Weg zurück zum Gampenpass folgt man statt des vielbegangenen Wegs Nr. 10 in Richtung Laugenalm einem etwas einsameren Pfad. Dafür kehrt man vom Kleinen Laugen zurück zum Laugensee, hält sich am Laugensee rechts und folgt dem bergab führenden Pfad (Nr. 10, „Gampenpass“, „Gfrillner Laugenalm“). Auf einem gerölligen Steig geht es nun zum Teil recht steil bergab durch ein Kar, weiter über einen felsigen Weg durch lichten Wald und über Wiesenhänge hinab zur Gfrillner Laugenalm (bewirtschaftet von Juni bis Oktober, nicht zu verwechseln mit der – aktuell nicht bewirtschafteten – Laugenalm), die auf einem kleinen Felsen liegt.

Vor der Alm folgt man dem rechts abzweigenden Weg Nr. 10B („Gampenpass“). Man passiert noch ein leicht ausgesetztes Geröllfeld, ansonsten geht es größtenteils einfach, auf einem gut ausgebauten Pfad in leichtem Bergab durch den Wald. Man erreicht erneut die Weggabelung vom Beginn der Wanderung, biegt hier nun links ab und kehrt auf dem Hinweg zum Gampenpass zurück.

Tipp: Direkt am Gampenpass liegt das Museum Gampen Bunker. In der 1940/41 erbauten Bunkeranlage befindet sich unter anderem eine sehenswerte Mineraliensammlung und im Eingangsstollen wechselnde Bilderausstellungen. Mehr Infos zum Gampen Bunker gibt es hier.

Gampenpass – Laugensee – Kleinen Laugen: Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil

 
Download GPX-Track: Bitte auf das GPX-Symbol auf der Wanderkarte klicken (am Kartenrand, rechts oben).

Das passt zu dieser Wanderung
Wanderkarte

Wanderführer (geschrieben von Anja von Südtirol-Kompakt)

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