Vom Mendelpass über Regole di Malosco auf den Penegal

Der Penegal ist ein beliebter Gipfel im Mendelkamm. Vom Mendelpass aus kann man den Penegal auch auf einsamen Pfaden erwandern – über die Regole-Wiesen. 

  • Start der Wanderung: Mendelpass (1363 m)
  • Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil
  • Anfahrt mit dem Auto: Die Auffahrt aus dem Etschtal erfolgt über die SS 42 bei Eppan (braune Hinweisschilder).
  • Anfahrt mit öffentliche Verkehrsmitteln: Standseilbahn: 134, Haltestelle: Mendelpass (Talstation: St. Anton, 58, Kaltern) hier klicken für die Fahrplansuche
  • Höhenmeter: 490 Meter
  • Distanz: 11,8 km
  • Schwierigkeit: einfach bis mittel
  • Anforderungen: Wanderung auf breiten Wegen und schmalen Steigen, beim Abstieg braucht man ein wenig Trittsicherheit
  • Beste Jahreszeit: Frühsommer (ab Anfang Juni) bis Herbst (Ende Oktober)
  • Gehzeiten: 4 bis 4 1/2 Stunden 

Egal, mit welchem Verkehrsmittel man den Mendelpass erreicht hat: Man geht zur Passstraße, wandert auf dieser zunächst ein Stück in Richtung Nonstal und hält dabei Ausschau nach den Wegnummern 515 („Waldheim“) und 2 („Regole“). Man kommt an mehreren Parkplätzen vorbei und folgt danach der rechts abzweigenden Privatstraße, die zur Villa Imperial (ehem. Grand Hotel Penegal) hinaufführt.

Am Ende des Gebäudes, beim sogenannten Kaisersaal („Salone Imperiale“) folgt man weiter den Wegen 2 und 515. Man ist jetzt auf dem Wassersteig unterwegs, der eine ganze Weile relativ eben durch den Wald führt. Auf Tafeln erfährt man viel Wissenswertes über die Wasserversorgung am Mendelpass. Schließlich quert man eine Forststraße und kommt kurz danach an der Tranzi-Quelle vorbei. Wer mag, kann hier seine Wasservorräte auffüllen.

An der nächsten Wegkreuzung geht es geradeaus weiter (Nr. 2, „Regole“). Wer hier rechts abbiegt, kann den Weg zum Penegal abkürzen, würde dann aber nicht an den schönen Regole-Wiesen vorbeikommen. Kurz nach der Kreuzung biegt man erst links und dann rechts ab (Markierung am Baum) und wandert nun auf einem schmalen Pfad im Wald weiter bergab. Dann geht es quer über eine Wiese und noch einmal durch ein kleines Waldstück, wo man rechts abbiegt („Regole“).

Nun folgt man dem Weg so lange, bis man die Regole di Malosco (Regole sind eine alte Form des Gemeinschaftsbesitzes in den Alpen) erreicht. Heute sind die idyllischen Almwiesen ein beliebtes Ausflugsziel der Trentiner und Südtiroler. Der Wanderweg führt direkt an der Hütte La Monteson vorbei, zwei weitere Einkehrmöglichkeiten (Hotel Falchetto und Rifugio Regole) liegen in unmittelbarer Nähe.

Nach der Hütte biegt man rechts ab und folgt dem bergauf führenden Schotterweg. Durch einen lichten Lärchenwald geht es nun auf Weg Nr. 508 immer weiter in Richtung Penegal. Bis zum Penegal-Gipfel geht es jetzt nur noch bergauf, die Steigung ist aber größtenteils moderat.

Bald kommt man an einer weiteren Einkehrmöglichkeit vorbei, der Malga di Malosco. An einer Weggabelung, die man wenig später erreicht, bleibt man zunächst auf dem Forstweg und biegt kurz danach rechts auf einen Waldsteig ab (Nr. 508, „Monte Penegal“). An allen weiteren Abzweigungen folgt man der Beschilderung zum Penegal und dem Weg Nr. 508. Im Prinzip geht es mehr oder weniger geradlinig den Hang hinauf.

Man kommt an einem Gehöft vorbei, erreicht bald darauf einen Schotterweg und biegt hier rechts ab. Noch ein paar Schritte, dann hat man den Gipfel des Penegal erreicht. Der Aussichtsturm, der zur Erinnerung an Kaiser Franz Joseph I. errichtet wurde, ist leider seit einigen Jahren gesperrt. Doch auch von unten ist das Panorama beeindruckend, schließlich zählt der Penegal zu einem der schönsten Aussichtsberge Südtirols.

Zu unseren Füßen liegt das Etschtal, man blickt auf Bozen und Kaltern, den Kalterer See und die Montiggler Seen. Auf der anderen Talseite reiht sich dagegen ein Dolomitenberg und ein  Dolomitenmassiv an das nächste. Rosengarten, Latemar, Schlern, die Zwillingsberge Weißhorn und Schwarzhorn und viele mehr sind vom Penegal aus mit bloßem Auge gut zu erkennen. Außerdem kann man im bewaldeten Hang ein Stück von der Mendelpassstraße sehen.

Vom Gipfel folgt man nun weiter dem Weg Nr. 500 („Passo della Mendola“), einem Weg, der einmal über den gesamten Mendelkamm führt. Wenige Meter weiter trifft man auf einen 50 Millionen Jahre alten Stein aus der Eiszeit, der aus dem Ötztal stammt und am Penegal gefunden wurde.

Wenig später erreicht man das Panorama Hotel Penegal, von dessen Terrasse man ebenfalls einen herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt hat. Wer nicht einkehren möchte, quert auf der Rückseite den Parkplatz und hält sich am Ende vom Parkplatz links. Man geht jetzt auf einen etwas verwitterten Sportplatz zu und biegt rechts ab (Nr. 500). 

Jetzt kommt der schönste Teil der Wanderung, denn der Weg führt mal im Wald, mal direkt am Hang entlang, sodass man immer wieder herrliche Ausblicke ins Etschtal bekommt. Auf diesem Wegstück braucht man Trittsicherheit, denn zum Teil geht es auf einem felsigen, wurzeligen Steig (nicht empfehlenswert bei Nässe) kräftig bergab. Man kommt am Kleinen Penegal (1554 m) vorbei, bis hier führt der Weg immer nahe der Fahrstraße entlang, sodass man alternativ auch über die wenig befahren Fahrstraße zurückgehen kann. Ansonsten bleibt man immer auf Weg 500, bis man wieder den Mendelpass und damit den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.

Penegal - Gipfel im Mendelkamm
Der Penegal (1737 m) ist ein Berg im zur Nonsberggruppe gehörenden Mendelkamm an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino. Er ist ein Aussichtsberg der Extraklasse, vom Gipfel blickt man auf das Etschtal (samt Kalterer See und Bozen), die Dolomiten, Brenta- und Ortlergruppe. Der Gipfel lässt sich auf mehreren, recht einfachen Wegen erreichen, ein beliebter Ausgangspunkt ist der Mendelpass. Vom Pass führt außerdem eine schmale, mautfreie Straße auf den Penegal. Aus dem Tal ist der Penegal schon vom Weitem an seinen Masten zu erkennen: Auf zwei Nebenerhöhungen befindet sich die Sendeanlage Penegal, einer der Hauptsender für Radio und TV in Südtirol.

Vom Mendelpass über Regole di Malosco auf den Penegal: Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil

 
Download GPX-Track: Bitte auf das GPX-Symbol auf der Wanderkarte klicken (am Kartenrand, rechts oben).

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