Vom Furkelpass auf den Kronplatz

Den Kronplatz kann man nicht nur per Seilbahn erreichen, sondern auch zu Fuß. Diese Rundwanderung führt vom Furkelpass auf den Gipfel des Kronplatz – ein herrlicher Aussichtsberg.

  • Start der Wanderung: Furkelpass (1789 m)
  • Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil
  • Anfahrt mit dem Auto: Den Furkelpass erreicht man auf einer kurvigen Passstraße entweder aus dem Gadertal (über Zwischenwasser) oder dem Pustertal (Olang); Rund um die Passhöhe gibt es zahlreiche Parkplätze, die Wanderung startet beim Speichersee (alternativ bei der Talstation der Ruis-Bahn) 
  • Anfahrt mit öffentliche Verkehrsmitteln: Bus: Linie 463, Haltestelle: Furkelpass; hier klicken für die Fahrplansuche
  • Höhenmeter: 530 Meter
  • Distanz: 8,6 km
  • Schwierigkeit: einfach
  • Anforderungen: Gipfeltour ohne technische Schwierigkeiten zu einem Aussichtsberg der Extraklasse
  • Beste Jahreszeit: Frühsommer (ab Anfang Juni) bis Herbst (Ende Oktober)
  • Gehzeiten: ca. 3 Stunden 

Der Kronplatz (2275 Meter), der Hausberg von Bruneck, ist sowohl im Sommer als auch im Winter einer der touristischen Hotspots Südtirols. Die meisten Besucher erreichen den Kronplatz-Gipfel aber per Seilbahn. Das macht diese Wanderung so besonders, denn auf dem Weg zum Gipfel und zurück zum Pass trifft man nur wenige Menschen. Dabei ist der Weg hinauf und hinab landschaftlich sehr reizvoll. Nach einem Spaziergang auf dem breiten Gipfelplateau des Kronplatz, wo man zum Beispiel dem Messner Mountain Museum oder dem Fotografie-Museum einen Besuch abstatten kann, kehrt man dem Trubel wieder den Rücken und wandert auf einem Panoramaweg zurück zum Furkelpass.

Vom Speichersee am Furkelpass folgt man dem Almenweg bergan, verlässt die Straße kurz vor der Ucia Bivacco (Einkehrmöglichkeit, Mitte Juli bis Mitte September geöffnet) und geht dann rechts an der Hütte vorbei. Alternativ kann man die Hütte auch von der Ruis-Bahn auf einem Wanderweg (Nr. 1) erreichen. Hinter der Hütte quert man den Schotterweg und folgt auf der anderen Seite dem bergauf führenden Steig, hält sich kurz danach rechts und nimmt den oberen Weg. Der andere gehört den Mountainbikern. Vom Kronplatz führen diverse Trails für Mountainbiker ins Tal. Diese sollte man auf gar keinen Fall betreten, da die Freerider zum Teil mit irrem Tempo den Berg heruntergeschossen kommen.

Erneut kreuzt man einen Schotterweg und bleibt im weiteren Verlauf immer auf Weg Nr. 1. Jetzt geht es ein ganzes Stück durch den Wald, dann lichtet sich dieser langsam. Man kommt unter der Ruis-Seilbahn hindurch und kreuzt bald darauf wieder eine Schotterpiste. Danach geht es über einen schönen Wiesenhang steil hinauf zur Graziani-Hütte. Wer nicht einkehren will, biegt kurz vorher rechts ab. Man kreuzt den Rundweg Corones B und stapft weiter über latschendurchsetzte Wiesen den Hang hinauf. Vor uns liegt schon bald die Ruis-Bergstation, hinter und neben uns zeigt sich ein beeindruckendes Dolomitenpanorama.

Kurz nachdem man den Gipfel erreicht, stößt man auf den Rundweg Concordia, der einmal um das Gipfelplateau herumführt. Man biegt hier links auf diesen Weg ab (A) und steht kurz danach vor dem Messner Mountain Museum Corones. Vom Museum aus wandert man quer über den Gipfel zur Friedensglocke Concordia (wegen Instandsetzungsarbeiten befindet sich diese momentan nicht an ihrem gewohnten Platz, das tägliche Läuten um 12.00 Uhr entfällt). Neben dem Messner Mountain Museum Corones gibt es noch ein zweites Museum auf dem Kronplatz, das Ende 2018 eröffnete Lumen, ein Museum für Bergfotografie (tägl. von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet, letzter Einlass: 15.30 Uhr).

Tipp: Es lohnt sich, den Kronplatz-Gipfel auf dem Rundweg Concordia (A) einmal komplett zu umrunden. Man verpasst so keine der Sehenswürdigkeiten auf dem breiten Gipfelplateau und bekommt die herrlichen Ausblicke auf jeder Seite zu sehen. Für die Runde braucht man etwa 40 Min. 

Von der Friedensglocke geht es auf Weg Nr. 3 („Olang“) über den breiten Nordostgrat bergab (etwas versetzt vom Almenweg kann man auch über einen kleinen Wiesenpfad bergab wandern). Man kann von hier oben bis ins Tauferer Ahrntal und ins Antholzer Tal blicken, sieht die hohen Berge der Rieserfernergruppe und vor sich im Tal den Olanger Stausee. Man wandert am Alpen-Lift und der Schoflocke (auch: „Schaflacke“), einem kleinen Aussichtspunkt, vorbei und folgt weiter dem Schotterweg bis zur Geiselsberger Alm (Einkehrmöglichkeit, Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet). Die daneben liegende Geiselsberger Hütte hat nur im Winter geöffnet.

Man wandet weiter an der aussichtsreichen Bergflanke des Kronplatzes entlang, vor und neben uns liegen die Pragser Dolomiten, im Hintergrund kann man außerdem die Marmolata erkennen. Man verlässt die Almflächen und wandern bequem auf dem Almenweg, alle Abzweigungen ignorierend, weiter bergab durch den Wald. In den Kehren sind die Sieger des Giro d’Italia verewigt, mehrmals war der Kronplatz schon Ziel des wichtigsten Radrennens Italiens.

Man erreicht schließlich wieder die Ucia Bivacco und wandert nun entweder weiter über den Almenweg zum Speichersee oder über den Wanderweg zur Ruis-Seilbahn zurück.

Vom Furkelpass auf den Kronplatz: Wanderkarte, GPX-Track und Höhenprofil

 
Download GPX-Track: Bitte auf das GPX-Symbol auf der Wanderkarte klicken (am Kartenrand, rechts oben).

Das passt zu dieser Wanderung

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